Die Erkenntnis, dass Zeit schneller vergeht, je älter man wird, ist nicht neu – trotzdem finde ich es immer wieder erschreckend, wenn ich wöchentlich, manchmal sogar täglich zurückschaue und mich frage: „Was hast du in der Zeit eigentlich gemacht?“
Nun – es gibt vieles, was ich in den letzten Wochen habe tun wollen. Einige der Vorhaben, Pläne und Aufgaben habe ich sogar angefangen. Nur wenige konnte ich dabei abschließen, was aber sicherlich auch mit meiner Tendenz zu tun hat, dass ich mir gerne zu viel vornehme. Und nicht selten habe ich dann sogar ein schlechtes Gewissen, das ich es nicht angegangen oder gar bis zum Ende umgesetzt habe. Kennste, oder?
Nehmen wir mal ein Beispiel daraus, was ich mir vorgenommen hatte: Ich hatte mir vorgenommen, regelmäßigere Updates in meinem „State of the Art“-Blog zu schreiben. Zum einen, weil es mir hilft, die Woche und meine kleinen (Miss-)Erfolge zu reflektieren und meine laufenden und neuen Aufgaben für die nächste Woche zu planen. Zum anderen, weil ich gerne weiteren Content für meine Website und meine Social Media Kanäle generieren möchte. Tja – hat nur so mäßig gut funktioniert.
Nehmen wir doch dann hier nun ein Beispiel von einer Sache, die ich angefangen und sogar abgeschlossen habe – im Januar.
Januar-Review – „Vic & Jerry“
Ich bin im Januar wie viele andere, voller Wünsche und mit viel Motivation gestartet. Ich habe versucht, viel zu planen und mir Systeme und Prozesse zurechtzulegen, mit denen ich weiterhin produktiv arbeiten und schreiben kann. Angefangen von den Aufgaben zur weiteren Planung von Geschichten und Romanen zu den Tätigkeiten, die zur Veröffentlichung und Vermarktung von Büchern und Geschichten dazugehören.
Meine Entscheidung in diesem Jahr „Vic & Jerry: Die Weinprobe“ zu veröffentlichen ist ungebrochen. Ich hatte ja schon zu Anfang des Jahres ein neues Cover für die Geschichte in Auftrag gegeben. Ich bin mit dem Ergebnis durchaus zufrieden, wenngleich ich auch unterschiedliches Feedback erhalten habe. Vor allem von Menschen, die das „alte Cover“ schon kannten und sich daran gewöhnt hatten. Ich kann es verstehen – Ich finde das alte Cover auch schön und würde es gerne weiter nutzen. Ich habe aber weiterhin keinen Kontakt zum ursprünglichen Illustrator und muss mich damit abfinden, dass diese Cover-Variante nur mir und den „Entwurfsfassungs-Lesern“ vorbehalten sein wird.
Mit dem neuen Cover hatte ich dann auch direkt wieder ein Ziel und etwas Zeitdruck. Ich wollte das erste Kapitel unbedingt so weit fertig bekommen, dass ich es mit dem neuen Cover als „Leseprobe“ anbieten kann. Was soll ich sagen? Mit etwas Zähneknirschen und ein oder zwei Nachtschichten hat es dann schließlich doch alles geklappt. Seit letzter Woche habe ich nun einen Karton auf meinem Schreibtisch stehen, in dem sich 100 drahtgeheftete Broschüren im DIN-A6-Format befinden.
Es war mir ein Anliegen, die Leseproben vor den „tollen Tagen“ parat zu haben. Da ich nämlich seit letzter Woche fast täglich in Sachen Karneval unterwegs bin, kann ich netten Leuten nun immer eine Leseprobe zustecken. Und nach dem ersten Wochenende mit Leseproben in der Uniformtasche kann ich sagen, dass es ganz gut funktioniert bisher.
Die Leseprobe mit dem neuen Cover werde ich in den nächsten Tagen auch als EPUB oder PDF auf meiner Seite veröffentlichen und versuchen damit auch über Social Media und online etwas Aufmerksamkeit auf meine Story zu lenken.
Alles in Vorbereitung für die Veröffentlichung, die noch im ersten Halbjahr 2026 erfolgen soll. Je früher, desto besser.
Damit das aber passieren kann, muss ich an der eigentlichen Geschichte noch mal Hand anlegen. Und das an viel mehr Stellen, als ich eigentlich dachte. Nach dem reinen Lesen-und-Notizen-Machen war ich über den Zustand der Story etwas ernüchtert. Sie braucht doch noch etwas mehr Aufmerksamkeit und Feinschliff als gedacht. Sehr hilfreich dabei waren aber auch zwei sehr nette Gespräche mit guten Freunden, die mit mir ihr sehr ernst gemeintes und wertvolle Feedback geteilt haben. Dank ihrer Hilfe habe ich nun ein besseres Verständnis davon, wie meine Story gelesen wird und was ihr auch noch fehlt, um „gut“ zu werden.
Ehrliches Feedback, das nicht nur schmeicheln soll, ist so wichtig. Wenn es dann noch von Menschen kommt, die sich selbst schon mit Stories, Erzählungen und den verschiedenen Themen im Buch auseinandergesetzt haben, ist es nochmals viel mehr wert.
Ich gebe zu, der Januar ist nicht ganz so produktiv verlaufen, wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Andererseits habe ich aber auch viele andere Dinge geregelt und vorbereitet und anderweitig ausgeholfen. Das reicht von der Planung und Orga im Karnevalsverein über kleinen Baustellen im Haus bis hin zu einem großen und aufwendigen Umzug eines Freunds, der zugleich mit Wohnung, Werkstatt und Ladengeschäft umziehen musste.
Da ich ja auch nicht ganz kann, ohne irgendwie noch weitere Story-Ideen zu bearbeiten, habe ich mir eine erste Outline für einen neuen Roman zurechtgelegt und für einen weiteren die Kernidee ausgearbeitet. Nach Karneval kann es also an der Schreib-Front wieder weitergehen – vorausgesetzt, ich bin bis dahin mit meiner Überarbeitung von „Vic & Jerry“ fertig.
