State of the Art – KW40/23

Es ist Woche vierzig in diesem Jahr. Kaum zu glauben, wie schnell das Jahr vorübergeht. Morgen ist der 3. Oktober und damit ein Feiertag. Nicht arbeiten zu müssen freut mich sehr. Denn dadurch werde ich morgen mehr Zeit haben, mir über das Schreiben ein paar Gedanken machen zu können.

Ich habe mir für den Rest des Jahres hohe Ziele gesteckt und die möchte ich erreichen. Das erfordert aber, dass ich mich konsequent und gewissenhaft den Stories widme, die ich plane.

Am vergangenen Wochenende habe ich wieder mit verschiedenen Freunden über meine Geschichten gesprochen. Es ist für mich immer wieder eine Herausforderung, über das Schreiben so offen zu sprechen. Aber ich stelle trotzdem fest, dass ich mit Erzählung zu den Erzählungen flüssiger werde. Über die Reaktionen freue ich mich immer sehr. Mehr als einmal scheine ich in letzter Zeit damit Menschen überrascht zu haben. auch da freut mich sogar ein wenig – andererseits habe ich in der Vergangenheit eigentlich nur sehr selten und wenig darüber gesprochen. Und auch meine aktive Auseinandersetzung damit, hier in diesem Blog, hat dazu beigetragen, dass ich wesentlich offener mit meinem Hobby umgehe und es auch mittlerweile gerne stolz zeige. *Hust*

Entsprechend erfolgreich war daher meine letzte Woche, denn ich habe an meinen Projekten arbeiten können.

Otto

Ich musste mich ein wenig zwingen, aber ich habe in der Überarbeitung von Otto weiter gemacht. Aktuell bleibt mir da nur das Lesen. Wie auch letzte Woche bin ich noch nicht an dem Punkt angelangt, dass ich den Mittelteil überarbeiten und erweitern muss. Ich sehe es aber aufm ich zukommen und möchte es eigentlich auch nicht weiter als notwendig heruaszögern, denn die nächste Herausforderung steht im November schon an (Stichwort: Nepomuk).

In der Konsequenz habe ich in der letzten Woche wieder häufiger über Otto nachgedacht. Und auch über ihn gesprochen. Unter anderem also auch mit Cello, den ich gefragt habe, ob er nicht Interesse hätte einen kleinen Soundtrack für Otto zu schreiben. So richtige Westernmusik, stelle ich mir vor. Voller Klischees, aber dennoch cool. Ich wette da kommt was Gutes raus.

Nepomuk der Hausgeist

Mir fällt immer wieder auf, besonders wenn ich über Nepomuk nachdenke, dass meine Geschichten häufig nach demselben Schema benannt werden: Name, Artikel, „Berufsbezeichnung“. Das ist so weit nicht schlimm. So kann ich die Geschichten wenigstens identifizieren. Aussagekräftig sind sie nur bedingt und eigentlich finde ich es cooler, wenn die Stories auch einen interessanten Titel bekämen. Besonders bei Nepomuk möchte ich da mir etwas neues einfallen lassen. Dazu muss aber erstmal die Geschichte stehen und der Inhalt passen, damit ich auch einen geeigneten Titel finden kann.

Nepomuk wird mich in den nächsten zwei Monaten sehr beschäftigen. Ich möchte bis November die Outline haben und dann nur noch schreiben müssen. Ich habe also gestern damit angefangen, die Karten aus dem Fabula Deck von Sefirot an meine Bürotür und meinen Schrank zu kleben. Ich glaube, ich werde die Aufteilung der Karten nochmals anpassen müssen. Bin aber vor allem durch den verfügbaren Platz stark eingegrenzt. Zum Glück habe ich noch die Tür zur Werkstatt frei, dann kann im Laufe der Woche die Ideensammlung umziehen und der Plot auf eine größere Fläche aufgeteilt werden.

Es macht Spaß, sich so konkret und direkt mit der Geschichte zu beschäftigen – vor allem, da ich selbst noch gar nicht weiß, wo es hingehen soll. Als klassicher „Pantser“ habe ich früher immer nur aus dem Bauch heraus geschrieben. Die Stories sind dann aber immer mal versandet. Meist war ich aber einfach auch nicht konsequent genug in der Umsetzung. Ich habe aber festgestellt, dass die Vorarbeit mir hilft, wenn ich schnell schreiben möchte. Ein Gerüst hilft da auf jeden Fall. Mithilfe des Fabula Decks könnte eines der umfangreichsten Gerüst entstehen, die ich bisher genutzt habe. Auch das ist nicht schlimm, sondern nur eine Feststellung und eine Bestätigung, dass die Änderung im Schreibprozess sinnvoll sind. Darunter müssen andere Projekte mal wieder leiden. Aber das Ziel ist ja auch, dass ich den gesamten Prozess schneller und mit einer klareren Vorstellung durchlaufen lerne – nur so kann ich die anderen Projekte, egal in welchem Stadium, irgendwann auch zu Ende bringen. Es wird schon gehen, davon bin ich überzeugt.

Die Vorstellung, im November mal eben einen 200 Seiten Roman rauszuhauen ist beängstigend, aber auch eine machbare Challenge. Ich freue mich, wenn ich es schaffen sollte. Vor meinem inneren Auge sehe ich schon den Moment, in dem ich das Taschenbuch, das es werden soll aus der Kiste ziehe.

Eroll

Die Veröffentlichung von Eroll steht eigentlich unmittelbar bevor. Leider habe ich heute eine gute Gelegenheit verpasst, um die Veröffentlichung einen Schritt näher zu holen. Da muss ich in den nächsten Tagen mal nachhaken und mich drum kümmern, um das Produkt etwas ansprechender zu machen.

Gelesen ist die Story. Fast auch schon fertig editiert. Ich werde noch ein paar Mal ran müssen. Aber es ist schon ausreichend gut, wie ich finde.

Viel mehr fällt mir für diese Woche gar nicht mehr ein.

Außer der dezente Hinweis, mir auf allen Kanälen zu folgen und sich zum Newsletter anzumelden. Nur so könnt ihr alle, die ihr hier lest, auf dem Laufenden bleiben.

‚Schüss. Bis Montag.

State of the Art – KW39/23

Es ist mal wieder so weit. Es ist Montag und ich komme meiner Aufgabe nach, über meine Woche zu schreiben.

Ich gehe auf meine Projekte ein, um euch zu informieren und um ein kleines Review meiner Woche zu haben. Es hilft mir, meine Woche zu planen und auch nachzuhalten, ob ich meine Ziele erreicht habe. Die Ziele sind zum Teil unformuliert – das macht hier aber erstmal nichts. Ich habe einen Plan im Kopf und eine Vision, die mir erstmal reicht.

Und der Montagabend ist irgendwie ein Teil davon. In den letzten Woche ist es mir zumindest zu Gewohnheit hier zu schreiben. Und ich freue mich darüber, dass dieser Teil des Plans, aktuell, aufzugehen scheint.

Aber ich will ja auch über meine Projekte informieren und da ist einiges passiert. Für mich fühlt es sich jedenfalls so an.

Eroll Traeskytter

Ich habe Eroll gelesen und auch nochmals editiert. Die Zeit zwischen dem ersten Versuch mit dem Spielen mit der Künstlichen Intelligenz und dem erneuten Lesen war gut. Es hat der Geschichte gut getan, dass ich sie nochmals liegen gelassen habe. Das Ende, an dem ich so gezweifelt hatte, ist gar nicht so schlecht, wie ich dachte. Es reicht auf jeden Fall aus, um Eroll zu veröffentlichen.

Und ja, damit ist es offiziell, ich werde Eroll als nächstes veröffentlichen und mich in dieser Woche wahrscheinlich auch auf ein Datum festlegen. Ziele und so.

Außerdem habe ich die Veröffentlichung meiner Kollegin versprochen, die ich am Donnerstag verabschiedet habe.

Da sie total lieb ist – und ich ihr, für ihre Bereichtschaft dazu dankbar bin – hat sie Otto gelesen und mir dazu Feedback gegeben.

Otto der Cowboy

Jennys Feedback hat etwas in mir bewegt. Ich habe die Zeit am Wochenende dazu genutzt und mich daran gemacht, an Otto zu arbeiten.

Ich weiß, dass ich mehr Teile vom Doc einbauen musst und auch Ottos Stiefel nicht vernachlässigen darf. Einen Mittelteil will ich ja auch noch ändern und das Ende hat auch noch ein paar Anpassungen nötig.

Wie genau, das alles aussehen wird, weiß ich noch nicht. Aber ich habe eine grobe Vorstellung von der Richtung, in die es gehen soll und eine grober Outline habe ich auch.

Wenn alles gut läuft und ich so dran bleibe, wie in dieser Woche, komme ich bald dazu diese Teile auch zu bearbeiten. Ich arbeite mich gerade chronologisch durch das Buch und passe die Stellen an, die sich in der Story ergeben. Es hilft mir, mich in meine Figuren zu versetzen und den Plot weiter zu steuern.

Reginar Kapitel, in dem sie vom Doc und Otto mitgenommen wird, habe ich fertig gelesen und einige Teile angepasst. Die Story läuft jetzt wieder in die Richtung, die soweit schon gut passt und zu den folgenden Szenen im Mittelteil, auf die ich sehr stolz bin. Ich werde auch hier ein paar Anpassungen machen müssen, aber zumindest muss ich keine Figuren ändern.

Danach kommt dann das große Unbekannte und ich muss noch weitere Szenen hinzufügen. Wie gesagt, dazu existiert eine grobe Outline und Ideen habe ich auch. Spätestens beim Schreiben. Hoffe ich.

Auf Jennys Abschied habe ich auch von Nepomuk erzählt.

Nepomuk der Hausgeist

Nepomuks Anfänge habe ich ja schon erwähnt. Aber hier bin ich auch zu dem Entschluss gekommen, dass die bisherige Form noch nicht das richtige ist.

Da ich aber viel Lust auf die Geschichte habe. Und weil ich es wieder zu einem Weichnachtsdruck kommen lassen will, muss die Story in neuer Form und etwas ausgebaut geschrieben werden. Letztlich wird Nepomuk dadurch größer, als ich ihn zu Anfang eingeschätzt habe.

Der NaNoWriMo naht – im November möchte ich versuchen, täglich zu schreiben und ein Manuskript, einen Entwurf, von etwa 50.000 Wörtern Umfang entstehen zu lassen. Vielleicht wird es etwas mehr, vielleicht auch etwas weniger. Aber eine kleine Geschichte soll daraus werden.

Ich möchte Nepomuk nutzen, um ein paar Prozesse zu lernen, auszuprobieren und an ihnen zu feilen, was das Schreiben angeht. Aber auch, was die Projektplanung angeht und wie sich der Prozess wiederholen lässt.

Nepomuk soll mehr als eine Fingerübung sein und einen rechten Platz bekommen.

In den nächsten Tagen werde ich hoffentlich mit der Outline beginnen. Teile meines Fabula Basis Decks habe ich dazu schon an die Schrankwand geklebt und Post-Its rund herum geschrieben. Ich dachte mir, wenn ich hier schon Flächen und das Material habe, warum sollte ich es nicht nutzen.

Ich möchte mit einem detaillierten Szenenplan in den November starten. Optimalerweise sind die Szenen sogar so geplant, dass ich nicht in chronologischer Reihenfolge schreiben muss. Das wird von mir erfordern, mich bis dahin so sehr mit der Geschichte beschäftigt habe, dass am Ende vielleicht auch der Überarbeitungsprozess einfacher wird.

Einen großen Umfang brauche ich hier nicht, denn ich möchte den Prozess verstehen, um es darüber auch einfacher zu haben, gute Geschichten entstehen zu lassen. Denn das ist das Hauptziel.

Instagram

Selbst Instagram betrachte ich schon als Teil meiner Projekte. Daher gibt es auch wieder einen Post. Und natürlich was zum lesen.

State of the art – KW38/23

Boah, diese Woche war irgendwie anstrengend. Ich fühle mich immer noch völlig überwältigt von dem was geschenen ist und bin auch ebenso überwältigt von dem Gedanken, dass auch in den nächsten Tagen noch überwältigend viel passieren wird.

Es gibt solche Zeiten und Phasen, in denen viel geschieht und es viele Themen, Projekte und Aufgaben gibt. Wenn auch noch eine Ausnahmesituation in der gewohnten Umgebung geschieht und der Alltag völlig unterbrochen wird, dann zeigt sich, wie gut das System funktioniert, das zur Bewältigung diese abwechslungsreichen Zeit zu überwinden.

Ich hatte einige Pläne und Ziele für die letzte Woche, von denen – oh Wunder – ich nur einen kleinen Teil habe erreichen können. Das ist soweit okay, ich verzeihe mir dafür. Aber, vor allem weil ich weiß, wie es zu den Abweichungen gekommen ist.

Beispielsweise, habe ich in der letzten Woche, am Dienstag, eine Ausschreibung auf den Tisch bekommen, die schnell bedient und erledigt werden sollte. Abgabetermin war am Freitag und so musste ich mir parallel zu meinen eigentlichen Aufgaben und Themen an denen ich arbeitete eine Lösung einfallen lassen. Inhaltlich hat das ganz gut funktioniert, war aber leider im Prozess von einem Konflikt mit einem Kollegen geprägt. Nachdem der Konflikt überwunden war, ist dann aber noch etwas Gutes daraus geworden. Und ich glaube auch, dass es vor allem durch den Konflikt noch besser geworden ist, als ich es vorher vorgesehen hatte. Wenn der Kunde unsere Arbeit da zu schätzen weiß, dann haben wir hoffentlich bald einen neuen Auftrag.

Außerdem war am Wochenende auch Barbarossamarkt in Sinzig. Der findet seit 20 Jahren, immer am dritten Septemberwochenende statt. Und auch in diesem Jahr habe ich wieder geholfen. Es war nicht viel – nur ein Abend Thekendienst. Ich habe auch schon mehr geholfen, in den letzten Jahren und beispielsweise Auf- und Abbau mit begleitet. Trotzdem war ich froh, dass der Markt wieder stattfinden konnte, mit gutem Wetter und vielen Besuchern gesegnet war und insgesamt ein gelungenes Event dargestellt hat.

Und dann war ich ja auch noch in Berlin. Gerade für den Sonntag, an dem ich früh (um 10 Uhr) losgefahren bin, damit ich noch am Nachmittag ankomme und vom Tag etwas habe, hatte ich mir einiges vorgenommen. Ich wollte vor allem schreiben und mich um die Schriftstellerei kümmern. Aber das hat dann doch nicht funktioniert. Mir hat ein wenig die Energie gefehlt. Und in Berlin fand ich es dann auch viel schöner und besser einfach ein wenig frei durch die Stadt zu laufen und einen lauen Sommerabend zu genießen.

Ein ToDo von meiner Liste habe ich allerdings erledigt: Ich habe ein Instagram-Reel veröffentlicht und ein wenig auf Instagram mit den Posts gespielt. Es hat auch ein paar Reaktionen hervorgerufen, über die ich sehr glücklich bin.

Das Meeting heute, mit einem Kunden, ist gut verlaufen und hat Spaß gemacht. Auch bei der anderen Agentur zu sein und mit den Kollegen mal wieder ein wenig zu quatschen war cool. Die Rückreise war auch weitgehend in Ordnung.

Auf der Rückreise habe ich auch noch eine Aufgabe erledigt, die ich genau für die Zeit vorgesehen hatte: Ich habe eine Newsletter-Anmeldung eingebunden.

Tadaa:



Voll stolz.

Jetzt aber die Schreibprojekte

Otto

Otto liegt leider. Ich habe nichts geschafft an dem Buch. Ich glaube, ich habe an einem Abend an einer Szene etwas gewerkelt. Das war aber nicht viel.

Hier muss wieder mehr passieren.

Eroll und Nepomuk

Leider Teilen meine mit echten Namen benannten Projekte aktuell ein Schicksal: Sie liegen.

Heute in der Bahn wollte ich an Eroll arbeiten. Habe es dann aber dem Lesen eines Western-Heftromans vorgezogen – aber auch das Lesen war etwas, das ich mir vorgenommen hatte für die Reise.

Kleinigkeiten

Ich habe Kleinigkeiten geschrieben:

Einen unfertigen Liedtext zu einem Ohrwurm von „Les Champs-Elysee“, der mir nicht aus dem Ohr gehen wollte. Ich möchte hier ein Lied über Köln und das kölsche Lebensgefühl entwickeln. Und ich nenne das Lied dann „Oh, kölsche Siel“.

Und ja, ich musste natürlich eine Coverversion davon auch oben in dem Reel verwenden.

Und außerdem habe ich ein „Scheißgedicht“ geschrieben.

Scheißgedichte

Scheißgedichte habe ich schon ein paar geschrieben. Und ja, sie beschäftigen sich mit dem Stuhlgang – im weitesten Sinne.

Es sind kleine sprachliche Witze, in relativ freier Form. Manchmal dürfen sie einfach wild und sinnfrei sein, manchmal versuche ich auch noch etwas damit auszudrücken (Haha, Wortspiel — ausdrücken und Scheißgedichte… na?)

Naja, ich hab es halt geschrieben und sogar auch aufgenommen. Die ersten Vorträge sind noch nicht gut angekommen. Aber ich denke, das Teil werde ich demnächst mal zeigen. Ist aber auch direkt wieder Insta-Content damit verbunden.

Folgt mir also weiter auf Instagram — ODER in dem ihr euch für den Newsletter anmeldet und ihr werdet zukünftig direkt mit meinen neuesten Scheißgedichten und sonstigem Kram den ich veröffentliche beliefert. Ich spamme auch nicht – versprochen.

Also, weils so schön ist, hier nochmal die Anmeldung:



State of the Art – KW37/23

Es ist schon wieder Montag. Eine ganze Woche ist vergangen und ich kann sagen: Ich schreibe.

Eines meiner Hauptziele umfasst aktuell, dass ich weiter schreibe. Es spielt damit für mich keine Rolle, woran ich schreibe. Mir ist wichtig, dass ich mich mit dem Schreiben beschäftige. Sei es über Social Media, Podcasts, Fernsehen oder dass ich mich selbst hinsetze und schreibe. Ich habe es zum Teil meines Lebens gemacht und sehr froh darüber, die bewusste Beschäftigung mit Geschichten viel meiner Zeit mit einnimmt.

Ich plane sehr viel um das Schreiben herum, ich erstelle mir Tasks uns Aufgaben. Ich sammle Idee in Notion.

Ein Screenshot mit Roberts Kanban Board, auf dem Aufgaben als Tickets in mehrere Spalten aufgeteilt sind.

Das Schreiben betrachte ich mehr und mehr als meinen Nebenjob und etwas, das ich unbedingt tun will. Also bin ich zur Erkenntnis gelangt, dass ich mein Fähigkeiten und Erfahrungen aus meinem Job auch in anderen Bereichen des Lebens anwenden kann. Und dazu gehört auch die Professionalisierung des Schreibens und die Organisation der Themen, die mich in meinem Leben umgeben.

Meine Taskliste wächst und ich muss noch schauen, wo ich die Zeit einbaue, um die Ideen und Aufgaben auch alle umzusetzen. Aber, auch dafür habe ich schon einen Zeitslot vorgesehen und muss nun nur noch zu dem Punkt kommen. Beispielsweise werde ich am kommenden Sonntag nach Berlin reisen. Auf der Bahnfahrt habe ich wahrscheinlich sieben Stunden Zeit, mich damit zu beschäftigen.

Ich freue mich sehr auf die Reise, weil ich mal wieder etwas Zeit in einer anderen Stadt verbringen kann und mir die Gelegenheit bleibt Berlin als Stadt nochmals etwas kennenzulernen. Etwas Neues entdecken und Inspiration für mein Schreiben davon ziehen steht ebenso auf der Liste, wie vielleicht der Besuch eines Theaters, Konzerts oder gar einer Oper.

Durch das Hin und Her, werde ich natürlich auch Zeit haben und finden, um selbst zu schreiben. Am vergangenen Wochenende habe ich es ähnlich gemacht.

Ich hatte eine Idee und habe angefangen zu schreiben… Herzlich Willkommen in der Runde, Nepomuk

Nepomuk der Hausgeist

Nepomuk ist ein Hausgeist in einer Geschichte, die ich begonnen habe zu schreiben. Es kam aus einer Laune heraus, inspiriert von einer kleinen Geschichte, die wir in der Familie erzählen und vor ein paar Wochen entstanden ist. Johanna, meine jüngere Tochter, hatte gehört, wie im Obergeschoss eine Tür zu fiel. Ich hatte es auf den Wind und Durchzug in den oberen Stockwerken gezogen. Auf ihre Frage „Was war das?“, antwortete meine Frau Kerstin: „Ein Hausgeist.“

Aus der Idee des Hausgeists habe ich eine größere Geschichte gemacht: Der Hausgeist entsteht, wenn ein Haus gebaut wird und ist daran gebunden. Für Menschen sind Hausgeister nicht wahrnehmbar. Sie können aber dennoch mit ihrer Umwelt interagieren. So können sie zum Beispiel Türen schließen, Gegenstände versetzen und auch mit Menschen zusammenstoßen. Wenn sie aber mit Menschen zusammenstoßen oder sie auch nur irgendwie berühren, so müssen sie sie auffressen. Nepomuk gefällt das gar nicht, denn er mag die Menschen und wundert sich über ihr Leben. Gerne würde er mit ihnen gehen. Nepomuk kann das Grundstück aber nicht verlassen, er ist gebunden an das Haus und beeinflusst, von den Geschichten, die ihm die Nachbargeister erzählen. An einem Tag, wird ein Kind im Haus – der Sohn der Familie – allerdings bewusst, dass es Nepomuk gibt und die beiden schaffen es miteinander zu kommunizieren. Sie freunden sich an und erleben dann gemeinsam verschiedene Abenteuer.

Ich hatte zuerst an eine Kindergeschichte gedacht. Aber allein der Fakt, dass Menschen gefressen werden sollen, ist schon grausam und gruselig für Kinder. Zumindest wäre es das für meine Kinder. Daher kommt aber der Gedanke, eine Geschichte in dem Format und umfang von Kinderbüchern zu machen. Kleine Novellen, wie zum Beispiel der „Räuber Hotzenplotz“, mit kurzen Kapiteln und einer seichten Story, die sich entwickelt und in der kuriose Dinge geschehen können.

Die Welt, in der Nepomuk sein zu Hause hat, habe ich gedanklich noch nicht weiter geformt. Den Plot habe ich auch nur in Grundzügen erfasst und weiß, dass Nepomuk in der ersten Geschichte feststellt, dass es doch möglich ist, das Haus und das Grundstück zu verlassen. Das gibt mir natürlich ganz viele Chancen, die Stories weiter zu entwickeln und Nepomuk und den Jungen (der auch noch keinen Namen hat) um die Welt zu schicken.

So habe ich also gestern einen Teil des Tages damit verbracht, auf der Terrasse in der Hitze zu sitzen, die Kinder Hörbücher hören zu lassen, Kuchen zu essen und an Nepomuk zu schreiben. Ich habe dafür auch endlich mal wieder meinen Füller benutzt und von Hand geschrieben. Es hat sich toll angefühlt und war für die Story genau richtig, denke ich. Ob ich das weiter per Hand schreiben werde, weiß ich auch noch nicht. Aber vorerst ist das mal der Plan und der Prozess, in den ich mich mit Nepomuk begebe.

Es ist sogar ein Instagram-Post dazu entstanden:

Und so bin ich dann auch direkt mit Social Media auch wieder einen kleinen Schritt weiter gekommen. Denn an einer Strategie dort weiter Content zu posten arbeite ich auch.

Eroll

Eroll der Traeskytter ist beendet und liegt aktuell, um ein wenig zu reifen. Ich glaube, dass ich am Ende nochmals etwas arbeiten sollte. Durch die Versuche mit den Audio-Aufnahmen habe ich aber schon ein ganz gutes Gefühl für den Flow und ob die Story funktioniert. Viel Arbeit möchte ich in die Überarbeitung auch gar nicht mehr investieren. Das kann schon fast so raus, denke ich. Es wird nicht die literarische Offenbarung des Millenniums sein, aber eine nette kleine Story, wie ich denke. Letztlich soll es ja auch Content sein, an dem und mit dem ich lerne und ausprobiere.

Und ihr sollte es auch lesen dürfen, müsst euch aber leider noch etwas gedulden.

Otto der Cowboy

Otto läuft Gefahr, in die Versenkung zu verschwinden. Ich ihn daraus retten können, aktuell beschäftigen mich aber die anderen Arbeiten noch zu sehr. Die ganze Planung und das Finden eines Prozesses haben in der letzten Woche doch viel Zeit aufgefressen. Aber das dient auch dem Plan, Otto seine Zeit einzuräumen. An dem Punkt bin ich aber noch nicht.

Ich habe – und das macht mich froh – in der letzten Woche eine wenig an einer Szene gedoctert. (Wortspiel – Knaller!)

Der Doc, Otto und Gerhard sind im Dorf der Mescaleros und treffen auf Regina. Es entsteht ein Streit und die Lösung ist, dass der Doc seine mitgebrachten Werkstücke und das Inventar seines Planwagen vorstellt, um dann mit allen und Regina im Gepäck zu fliehen.

Die Szene ist ein wichtiger Teil in der Story, da dort Regina eingeführt wird, die für die weitere Entwicklung von Otto und seiner Geschichten eine wichtige Rollen spielen wird. Zum Glück muss ich gar nicht mehr so viel an der Szene ändern, glaube ich und ich kann einen Schritt weiter gehen. In den vorherigen Kapiteln muss ich zwar auch noch ein paar Stellen ausbessern und finalisieren. Aber ich komme so wenigsten etwas voran. Ich nehme mir den Monat Oktober vor, den Mittelteil von Otto weiter auszubauen. Hier gibt es ein paar Szenen, die ich noch hinzufügen möchte. Ich muss dort letztlich noch einen Plotpunkt und ein paar Anekdoten, die mir eingefallen sind einfügen.

Mein Freund Cello treibt mich an. Er hat Otto gelesen und dazu ein wenig Feedback gegeben. Er hat mit mir den Plot besprochen und ein paar Änderungen vorgeschlagen, die ich noch einfügen möchte. Letztlich glaube ich auch, das komplette Ende nochmals umschreiben zu müssen. Hoffentlich beschränkt sich das aber nur auf ein paar Szenen. Eine große Herausforderung wird auch sein, die geplante Verschwörung nochmal etwas mehr heraus zu arbeiten. Aber auch das wird geschehen.

Otto ist immer noch mein Roman, der am nächsten an der Veröffentlichung ist. Aber er wird nicht als nächstes veröffentlicht. Diese Ehre gebührt Eroll.

Irgendwo muss ich ja einen Anfang machen, denke ich.

Stay tuned – Für mehr Content aus meinem Leben und meiner Werkstatt.

Nächste Woche vielleicht?

State of the Art – KW36/23

Ein wenig Beständigkeit tut manchmal schon ganz gut. So bleibt auch alles in Bewegung.

Wir bewegen uns konstant. Es ist fast so wie mit dem Nicht-nicht-kommunizieren-Könnens. So wie sich die Erde Tag ein, Tag aus bewegt, befinden wir uns täglich in Bewegung. Ob wir es wollen oder nicht.

Beständigkeit bedeutet dabei aber nicht Stillstand, Konservativität oder Ruhe. Nein, es bedeutet, dass sich wenig ändert – an der Situation oder dem Handeln. Wenn ich aber konstant handle, dann bewegt sich auch etwas.

Der Gedankengang klingt vielleicht verworren, aber so fühle ich mich gerade. Ich bin ganz froh darüber, dass sich wenig ändert aber trotzdem einiges in Bewegung ist und auch für einige Zeit so bleiben wird. Ich kann und muss handeln und bin sehr zufrieden mit meinem aktuellen Handeln, denn: Ich schreibe.

Nicht nur hier, sondern auch in anderen Ebenen hat mich der Käfer wieder gefangen. Der literatische Käfer krabbelt auf mir herum und setzt mir Flausen in den Kopf, die ich brav abarbeite. Es läuft nicht immer rund, mit mir und dem Käfer, aber ein paar seiner Ideen klingen echt nicht verkehrt.

Ich habe in den letzten Tagen viel Output geschaffen und einiges erreicht. Es macht Spaß, mit den Formaten zu spielen und mich damit zu beschäftigen. Es bringt aber auch die eine oder andere Herausforderung mit sich. Es kann sein, dass ich mich gerade wieder etwas überfordere, aber ich schaue mal, was hängen bleibt und wie ich damit weiter mache.

Mein Ziel ist es beständig weiter an meinen Projekten und dem Output zu arbeiten. Ich möchte mich damit beschäftigen, wie das mit dem Veröffentlichen geht und wie es sich anfühlt. Meine Interesse an kurzen Formaten ist erneut geweckt und ich habe Lust ein wenig zu experimentieren. Die Herausforderung wird sein, dass ich meine älteren, größeren Projekte nicht liegen lasse und mich nicht mehr damit beschäftige. Meine neue Strategie soll aber sein, dass ich weiter Content veröffentliche. Das wöchentliche State of the Art soll auch dazu gehören.

In diesem Sinne:

Eroll

An Eroll schreibe ich jetzt schon seit über einer Woche. Gestern Abend habe ich den ersten Entwurf fertiggestellt. Das soll heißen: Ich habe ein Ende erreicht. Es ist nicht ganz das, was ich mir vorgestellt habe – aber ich denke das passt schon.

So leid es mir für die Story tut und auch die Geschichte die dahinter steckt, es muss aber jetzt reichen.

Dass ich nicht die absolut perfekte Story da raus holen will, soll nicht heißen, dass ich die Geschichte nicht mag, oder nicht wertschätze. Ich möchte damit aber auch weiterkommen und das Ziel erreichen: die Veröffentlichung.

Ich werde es ein wenig für mich zelebrieren, wenn ich dazu ein Social Media Announcement mache. Mir springen Ideen zu Dingen in den Kopf … das ist großartig. Ich werde mir da wahrscheinlich mal noch was anderes überlegen, aber auch das wird wieder „Content“ sein.

Heute beim Joggen habe ich über Intertextualität nachgedacht. Das ist für mich irgendwie so ein Steckenpferd beim Lesen und Schreiben – es zeigt mir so schön, wie alles miteinander verbunden ist…

Kurz bevor ich also heute Abend wieder zu Hause angekommen bin, fiel mir ein, dass ich einen Zeitungsausschnitt aus Otto veröffentlichen könnte…

Otto

Otto ist nur wenig voran gekommen. Ich habe mir ein paar Notizen gemacht und eine kleine Outline begonnen, wie ich den Anfang der zweiten Hälfte umgestalten möchte. Ich habe auch an ein oder zwei Szenen ein wenig geschrieben, bin aber auch noch nicht so ganz zufrieden.

Ich würde gerne mehr an Otto arbeiten. Dem steht die oben stehende Ausführung natürlich mal wieder voll entgegen. Denn genau diese Herausforderung droht sich auf den ersten Blick einzustellen.

Beim Joggen, kam mir aber auch der Gedanke, dass es ja gar nicht um die Geschwindigkeit geht, die zählt – es ist das Ergebnis. Es ist egal, wie du zu deinem Ziel kommst. Hauptsache du schaffst es. Die Zeit oder ob du es als Eerster oder Bester schaffst, spielt nur eine Rolle, wenn du dich in einem Wettbewerb befindest. Und das ist Otto hier zunächst nicht.

Ich freue mich darauf, wenn ich Otto endlich an die Öffentlichkeit geben kann. Ihr dürft mit mir gespannt sein – bis dahin muss ich aber auch noch ein paar ganz andere Sachen machen.

Content produzieren zum Beispiel – damit euch die Warterei nicht langweilig wird und damit wir und besser kennenlernen.

Hierzu baue ich dann auch bei Gelegenheit mal an der Kommentarfunktion rum. How hard can it be?

Und wo wir gerade dabei sind, das folgende Item meiner ToDo-Liste habe ich noch nicht bearbeitet: den Newsletter einrichten.

Vielleicht schaffe ich das ja bis nächste Woche. Wenn ihr das lest ist er wahrscheinlich ohnehin schon da!


P.S.: Ich habe auch einen neuen Instagram-Post gemacht. Guck mal und folgt mir.

State of the Art – KW24/2023

Ich habe in den letzten Wochen meine Status-Update mal wieder schleifen lassen. Ich weiß auch nicht wirklich warum. Irgendwie gab es halt immer wieder etwas anderes oder ich hatte einfach keine Lust und am Ende dachte ich mir wahrscheinlich auch mehr als ein Mal, dass diese Texte hier ohnehin niemals jemand wirklich lesen wird.

Aber – und das denke ich mir auch immer wieder – das spielt alles auch keine Rolle, den hier geht es ja um mich und mein gutes Gefühl, dass ich habe, wenn ich mich dazu aufraffe und entscheide, mal einen Blog-Post zu verfassen.

Es hat sich aber auf jeden Fall auch einiges getan, in den letzten Wochen. Dank meiner neu-gefundenen Liebe zu Focusmate habe ich immer mehr erreicht und mich auch weniger ablenken lassen. Es ist immer noch nicht alles gut, aber es fühlt sich auf jeden Fall besser an, als noch vor ein paar Wochen. Mein Job macht mir mal mehr oder mal weniger Spaß. Es ist ein Wechselbad der Gefühle. Und manchmal habe ich auch extrem viel Lust zu schreiben und manchmal möchte ich das alles auch nur fallen lassen und mich gar nicht mehr damit beschäftigen. Doch dann spüre ich den Reiz des Fortschritts, den ich mache und will mich mit gar nichts anderem beschäftigen.

Otto der Cowboy

Vor zwei oder drei Wochen erst hatte ich ein sehr interessantes Gespräch mit meinem Freund Cello. Er hat als einziger (gefühlt) bisher Otto gelesen und mir Feedback dazu gegeben. Ich habe ihn explizit um seine Meinung und seine Ideen gebeten. Und das haben wir dann auch gemacht: Wir haben uns an seinem Lagerfeuer zu der Story, dem Plot und der Struktur unterhalten. Wir haben einige Ideen ausgetauscht und diskutiert. Auch wenn Cello selbst kein Autor ist, so hat er aber doch ein gutes Verständnis davon, wie eine Geschichte funktionieren kann und was man ändern könnte, um sie besser zu machen.

Ich habe durch unsere Gespräche gemerkt, wie wichtig dieser Austausch ist und was es mir bringt, wenn ich mich mit anderen über die Geschichte austauschen kann. Ich glaube auch, dass es funktionieren könnte, wenn ich es auch mit anderen mache – auf einer wesentlich höheren Ebene, ohne dass sie unbedingt die Geschichte kennen müssen. Aber da kommt auch direkt das Problem ins Spiel, dass es anscheinend gar nicht so einfach ist, eine Schreibgruppe zu finden und/oder zu gründen.

Nach meinen Gesprächen mit Cello wusste ich auf jeden Fall nochmals mehr darüber, wie ich die Geschichte ändern möchte und an welchen Stellen ich noch Szenen anpassen, hinzufügen oder auch total rausstreichen möchte. Zum Beispiel hat Otto im ersten Entwurf den Wunsch seine Mutter zu treffen. Die Sequenz ist zwar an sich ganz nett, aber es fehlt mir noch an Spannung und Drama. Und so bin ich zu dem Punkt gelangt, dass ich diesen Teil auf jeden Fall löschen möchte.

Ich habe vor, während und nach dem Gespräch mehrfach darüber nachgedacht, welche Motivationen und Geschichten die verschiedenen Charaktere eigentlich mitbringen und welchen Einfluss das auf den Verlauf der Geschichte haben kann. Auch das war wieder eine Erkenntnis.

Letztlich habe ich sehr viel darüber gelernt, dass es sich hätte lohnen können, alle diese Überlegungen im Vorhinein schon so weit zu treffen, dass ich micht im Nachgang an die Entwurfsfassung gar nicht mehr damit befassen muss.

So kann ich aber jetzt daran arbeiten, Dolly etwas mehr Aktion zu geben. Vorher war sie nur die Jungfrau in Nöten. Jetzt, mit der neuen Struktur, dem angepassten Plot, kann sie selbst wesentlich stärker werden und tritt viel früher auch als runder Charakter in Erscheinung.

Das ist zumindest aktuell die Theorie, denn so richtig habe ich meine Ideen bisher noch nicht umsetzen können. Ich habe es auf der Meta-Ebene zwar schon festgehalten, wie die einzelnen Szenen nun aussehen sollen, aber ich bin noch nicht wirklich zum Schreiben gekommen. Ich habe in den letzten Tagen immer mehr gemerkt, wie sehr ich mich doch auf die Kleinigkeiten in der ersten Szene konzentriere und gar nicht so sehr daran arbeite, dass ich die wichtigen strukturellen Anpassungen vornehme.

Entsprechend werde ich versuchen, mich in den nächsten Tagen auf das Neuschreiben von neuen Szenen zu konzentrieren, bevor ich mich daran mache die bestehenden Szenen wieder zu überarbeiten. Es ist sonst so mühsam und mir fehlt auch ein wenig die Geduld.

Letzte Woche hatte ich ca 1.500 Wörter zu meiner ersten Szene hinzugefügt und sie erweitert. Doch dann fiel mir auf, dass es gar nicht so gut passte und doch eigentlich mit der ersten Szene weitgehend zufrieden war. Also habe ich fast alles wieder rückgängig gemacht. Es ist etwas ärgerlich, aber ich wollte ja unbedingt diesen einen Dialog zwischen Otto und dem Wirt im Saloon einsetzen und dann sollten die Saloon-Damen erscheinen und mit ihnen auch Dolly… Ich habe es dann doch umgeschmissen. Und bin danach nicht bedeutend voran gekommen.

Naja – ich hoffe, dass es sich in den nächsten Tagen wieder ändert, wenn ich mich mit den neuen Szenen beschäftigen kann.

Schlussbetrachtung

Am vergangenen Wochenende habe ich mich mit meinem Vater zu Otto unterhalten. Er hatte bemängelt, dass es nicht gut genug geschrieben sei und es viel zu viele Grammatik und Rechtschreibfehler gäbe. Als ich meinte, dass das für einen Entwurf okay sei, wollte er mit nicht so recht glauben. Ich denke er war eher der Ansicht, dass so ein Entwurf schließlich auch lektoriert gehöre. Die Geschichte, den Plot, fand oder findet er bisher (er ist noch am Anfang) anscheinend gar nicht so schlecht. Es ist eher das stilistische, wie er meint, was ihm das Lesen schwer machte.

Gerade wenn ich von meinem Vater kritisiert werde, schmerzt es mich doch sehr, da mir eine Meinung schon seit Jahren sehr wichtig ist. Seit meiner Kindheit ringe ich um Anerkennung und Verständnis. Andererseits weiß ich aber auch, dass es noch gar nicht so wichtig ist, dass es keine Fehler oder einen guten Stil in der Geschichte geben muss. Nicht im ersten Entwurf.

Ich habe durch mein Gespräch mit meinem Vater auch festgestellt, dass es eigentlich gar nicht so gut ist, dass ich die Bücher in einem so unfertigen Stadium an andere gebe. Es ist eigentlich noch zu früh – sie (vor allem mein Vater) verstehen nicht, dass es sich um ein absolut unfertiges Produkt handelt.

Vielleicht werde ich in Zukunft damit etwas vorsichtiger mit meinen Entwürfen umgehen.

Außerdem weiß ich jetzt, dass es auch gar nicht schlimm ist, einen Plot und die Charaktere im Vorfeld schon sehr gut zu kennen und durch verschiedene Iterationen zu schicken, damit ich selbst Klarheit habe und weiß, wie sich eine Geschichte zusammensetzt. So spare ich mir dann sicher auch viel Arbeit und Aufwand beim Editieren und Überarbeiten.

Ich freue mich schon jetzt darauf, wenn ich durch diesen Prozess der Überarbeitung durch bin. Es wird für mich bedeuten, dass ich dabei viel lerne, was ich dann in der Zukunft wieder anwenden kann. So kann ich dann hoffentlich bald auch meine Geschichten schneller und früher fertigstellen.

State of the Art – KW20/2023

Wohoo. Ich habe nicht nur daran gedacht, sondern es auch irgendwann geschafft, meine Prokrastintion heute zu überwinden, um diese Zeilen hier zu schreiben. Und trotzdem dürstet es mich innerlich nach diesem süßen Saft des Dopamins (oder war er Serotonins) der sich in mir ergießt, wenn ich von einem zum nächsten YouTube-Short wechsle.

In der Tat habe ich das in der letzten Stunde nämlich gemacht: Doom-Scrolling. Immer weiter. Ein Kurzvideo nach dem anderen. Es macht mich so süchtig und mein absoluter Endgegner. Wenn ich mich einmal in die Fänge der Auffmerksamkeitsfalle begeben habe, ist es für mich sehr schwer dem wieder zu entrinnen. Aber: Ich scheine es für heute geschafft zu haben.

Insgesamt bin ich mit den letzten Tagen, der letzten Woche sogar ganz zufrieden.

… Ich habe gerade den Gedanken, ob ich ja nicht eigentlich HEUTE über die KW19 berichten müsste. Andererseits sind die State of the Art-Blogposts ja auch nur Momentaufnahmen…

Zufrieden bin ich mit der vergangenen Woche trotzdem, denn ich habe die Motivation der letzten Woche ganz gut retten und beibehalten können. Das fühlt sich gut an und ist ein großer Erfolg für mich. Wobei ich auch befürchte, dass ich es mir früher oder später hart erkaufe, da ich die große Motivation auch direkt in mehr Arbeit übersetze und nun wieder so viel zu tun habe, dass ich mir gar nicht sicher bin, ob ich das alles geschafft bekomme. Und am Ende könnte das auch meine Kreativität gefährden und meine sonstige Schreiberei. Andererseits… so viel habe ich letzte Woche auch nicht geschrieben.

Otto der Cowboy

Noch in der letzten Woche hatte ich das Gefühl, dass ich nicht weiß, wo ich anfangen soll und wie ich mich mit der Überarbeitung weiter beschäftigen soll. Das scheint nun Geschichte zu sein. Naja, fast.

Im Versuch mich zur Arbeit zu zwingen, habe ich mir letzte Woche eine Focusmate-Session angelegt. Der Dienst hat mir schon vor ein paar Jahren geholfen, mich zu fokussieren und zum konzentrierten Arbeiten zu bewegen. Und es hat Wunder bewirkt.

Ich habe in der einen Session die ich hatte einen Moment der Erleuchtung gehabt – zumindest fühlte es sich für mich so an.

Eigentlich habe ich nur eine neue Zusammenfassung zu meinem Plot, zur Story geschrieben. Es sind nur ein paar kleine Veränderungen, die es für mich nun viel klarer machen. Es hat einiges bewirkt und mir auch direkt noch einige neue Ideen geschenkt, wie ich noch weiter an der Geschichte arbeiten kann und welche Dialoge oder Witze ich gerne einbauen würde.

Leider bedeutet der neue Plot aber auch, dass ich wahrscheinlich ein paar der Szenen herausnehmen muss. Sie passen einfach nicht mehr ganz hinein. So zum Beispiel die Szenen, in denen Otto seine Mutter besucht. Die Sequenz war für mich am Anfang noch sehr wichtig, da ich dachte, dass ich sie bräuchte, damit Otto eine Motivation hat nach Osten zu reisen. Aber braucht gar nicht die Motivation nach Osten zu reisen. Er muss nur irgendwie nach Forrest Green kommen, denn da soll meine Geschichte beginnen.

Außerdem wollte ich Dolly unbedingt einen anderen Charakter verleihen. Sie ist im Entwurf viel zu sehr das hilflose und inaktive kleine Ding. Dabei hat sie das Potenzial, ein richtig starker Charakter zu sein. Eine Frau, die nicht alten Rollenbildern entspricht und als Jungfrau in Nöten auf die Rettung hofft. Mit dem neuen Plot kann sie nun zur gerissenen und abgebrühten Agentin werden, die sie auch sein sollte.

Bei aller Motivation und diesem ersten Teilergebnis in der letzten Woche – es ist auch eher dabei geblieben. Ich habe am Wochendende noch versucht ein wenig an dem Plot oder weiteren Varianten zu feilen. Viel ist da aber nicht mehr rausgekommen. Vielleicht auch, weil ich mich zu sehr habe ablenken lassen – damn you, ESC.

Schlussbetrachtung

Ich freue mich gerade total darauf, weiter zu schreiben. Gleichzeitig hoffe ich auch, dass ich es schaffe, das Schreiben und Überarbeiten wieder stärker in meinen Tagesablauf zu integrieren. Vielleicht muss ich dazu aber auch „einfach“ nur ein paar weitere Focusmate-Sessions planen. Es könnte helfen.

Andererseits stehen aber auch wieder einige andere wichtige Termine und Themen in dieser Woche an, sodass ich wahrscheinlich dann doch wieder nicht so super viel schreiben kann.

Wir werden sehen, was passiert.

Die dicke rote Suppe tropfte ihr vom Kinn.

Die dicke rote Suppe tropfte ihr vom Kinn.
Animalisch grub sie trotzdem, immer wieder, ihre Zähne in das Fleisch.
Bissen um Bissen schlang sie ihr Mahl hinein, als würde sie drohen zu verhungern.
Mit dem Handrücken wischte sie sich geistesabwesend über den Mund. Am Ärmel blieb dabei der Saft ihrer Lippen kleben. Doch über die Wangen ersteckten sich weite rote Spuren und reichten fast bis zum Ohr.
Auch von ihren Händen begann der Saft zu tropfen und es kümmerte sie wenig, denn schon hatte sie den nächsten Bissen genommen. Mit Genuss und Hingabe grub sie sich immer tiefer hinein.
Schließlich war nichts mehr da. Nur noch die abgenagte leere leblose Hülle des satten Lebens das es Mal gewesen war.
Ungehindert griff sie dennoch zu und nahm das nächste Stück, das sich bot. So eine gute Kost würde nicht so schnell wiederkommen. So gute Wassermelone gab es selten.